Bluthochdruck (Hypertonie)

Bei Bluthochdruck ist der Druck in den Gefäßen erhöht. Damit steigt das Risiko für einen Schlaganfall, Herzinfarkt und andere ernste Gefäßkrankheiten. Inzwischen wissen wir es genau: Bluthochdruck (arterielle Hypertonie) gehört zu den großen Gesundheitsgefahren unserer Zeit. Die bislang umfassendste Studie, die Verbreitung und Ursachen der wichtigsten Krankheiten weltweit systematisch untersuchte ("Global-Burden-of-Disease-Study 2010", veröffentlicht 2012), hat dies eindeutig belegen können.

Bluthochdruck – die schleichende Gefahr

Bluthochdruck wird behandelt, um den erhöhten Druck zu senken und Folgeschäden an den gefährdeten Organen zu verhindern. Das Problem: Anfangs bereitet die Hypertonie kaum Beschwerden. Daher bleibt sie häufig lange Zeit unerkannt und unbehandelt. Unterdessen steigt der Druck weiter an. Tag für Tag ein zu hoher Druck im Kreislauf – das belastet auf Dauer das Herz und schädigt es. Zudem verengen sich die Gefäße und verkalken (Arteriosklerose). Die normalerweise maßvoll verlaufende, natürliche Gefäßalterung setzt bei Bluthochdruck früher ein und kann stärker fortschreiten. So verschlechtert sich auch die Durchblutung.

Mithin ist Bluthochdruck führender Risikofaktor des Schlaganfalls. Neben Rauchen, der Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und Fettstoffwechselstörungen stellt er eine maßgebliche Ursache von Herzleiden wie Herzinfarkt und Herzschwäche dar. Hat Bluthochdruck einmal zu diesen Krankheitskomplikationen geführt, ist das Risiko für vorzeitige Invalidität und Tod deutlich erhöht.

Auch Nieren- und Augenerkrankungen beruhen oft auf zu hohem Blutdruck. In der Folge kann es zu Nierenversagen und Sehbehinderung (hypertensive Retinopathie), schlimmstenfalls zur Erblindung, kommen.

 

 

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