Ablauf

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Probatorische Stunden

Die ersten Stunden einer Therapie dienen dazu, dass sich Patient und Therapeutin kennen lernen und beide weitgehend Klarheit über die zu behandelnde Erkrankung und mögliche Ursachen erlangen. Frau Sabel wird Ihnen in dieser Zeit eine Reihe von Fragen stellen, deren Beantwortung diesem Ziel dient und später Grundlage für die Beantragung der Therapie bei Ihrer Krankenkasse ist.

Die probatorischen Stunden dienen neben der diagnostischen Abklärung, ob es sich um eine psychische Störung von Krankheitswert handelt, auch der Klärung der Frage nach dem geeigneten Therapieverfahren und der voraussichtlichen Dauer der Therapie. Zu unterscheiden sind hier eine Kurzzeittherapie mit maximal 24 Stunden Dauer oder eine Langzeittherapie von 50 Stunden Dauer. In den ersten Stunden werden Sie entscheiden, ob Sie als Patient sich vorstellen können, Ihrer zukünftigen Therapeutin so viel Vertrauen und Offenheit gegenüber aufbringen zu können, damit die Therapie für Sie ein Erfolg wird. Schließlich wird es sich erforderlich machen, im Rahmen der Therapie über eine Reihe von Dingen offen und ehrlich zu reden. Manchmal kann es dabei auch um Dinge gehen, die Sie schon lange vergessen haben oder an die Sie sich vielleicht nur noch ungern erinnern möchten.

Wenn der Antrag auf Therapie gestellt und die Übernahme der Kosten von Ihrer Krankenkasse bestätigt ist, wird Ihre Therapeutin mit Ihnen in aller Regel einen wöchentlichen Termin vereinbaren. In Abhängigkeit von der Behandlungsplanung kann es aber auch erforderlich sein, dass zu Beginn der Therapie eine höhere Stundenfrequenz erforderlich ist oder später eine geringere.

Der eine oder andere Patient geht mit zu großen oder unrealistischen Erwartungen hinsichtlich der zu erreichenden Ziele und des dafür notwendigen Zeitraumes in eine Therapie. Um hier Enttäuschungen vorzubeugen, ist es sinnvoll, zu Beginn einer Therapie mit Ihrem Therapeuten Ihre individuellen Therapieziele zu erörtern und ggf. zu modifizieren. An diesen Zielen wird sich ihr Behandlungsplan orientieren. In Abständen sollten Sie mit Ihrem Therapeuten den Stand der Therapie unter dem Blickwinkel der vereinbarten Ziele überprüfen.

Im Rahmen einer solchen (Bilanz-) Stunde können evtl. neue Ziele vereinbart werden oder die Frage nach einer Verlängerung der Therapie geklärt werden. Sie sollten in einer solchen Stunde auch offen mit konstruktiver Kritik sein. In seltenen Fällen kristallisiert sich erst zu einem späteren Zeitpunkt heraus, dass die therapeutische Arbeitsbeziehung nicht so stabil und fruchtbar ist, wie sie dies in den ersten Stunden empfunden haben. In einem solchen Fall sollten Sie mit Ihrem Therapeuten über Ihr Gefühl sprechen und eine Klärung versuchen. Die Therapie ohne den Versuch einer Klärung abzubrechen ist für beide Seiten frustrierend.

In vielen Fällen kann nach einer solchen Klärung die Therapie eine positive Wendung erfahren. Sollte dies nicht der Fall sein, wird Ihnen Ihr Therapeut ggf. bei einem Therapiewechsel behilflich sein.

Wenn die bewilligten Therapiestunden zu Ende gehen, stellt sich in manchen Fällen die Frage nach einer Verlängerung. Bitte bedenken Sie allerdings, dass in einer Therapie nicht alle Probleme endgültig geklärt werden können. Falls die Indikation zur Fortführung der Therapie besteht, wird Ihr Therapeut einen entsprechenden Verlängerungsantrag mit Ihnen stellen. Sollte dies nicht erforderlich sein, kann vereinbart werden, dass die letzten Therapiestunden nicht mehr im wöchentlichen Abstand, sondern vielleicht nur noch aller zwei Wochen oder einmal monatlich stattfinden. Dies kann zwischen Ihnen und Ihrem Therapeuten individuell vereinbart werden.

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